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Halberstädter Textilschatz katalogisiert

Erstmals ist der Halberstädter Textilschatz vollständig in einem Katalog erfasst und gründlich beschrieben worden. Bei der Präsentation der mehr als 2.200 Seiten umfassenden Publikation am Mittwoch sagte die Museumsdirektorin des Domschatzes, Uta-Christiane Bergemann: „In dieser Fülle und Qualität ist unser historischer Textilbestand für das Mittelalter weltweit einzigartig.“

Der fünfbändige Katalog entstand in fast 15-jähriger Zusammenarbeit mit der Abegg-Stiftung im schweizerischen Riggisberg, dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt und der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt.

Bergemann verwies auf die besondere Stellung der Halberstädter Textilien. „Es wird in der Forschung zu mittelalterlichen Textilien von nun an keinen Wissenschaftler geben, der an diesem fulminanten Katalog und unserem Bestand vorbeikommt“, sagte die Museumsdirektorin.

Neben 86 vollständig erhaltenen Gewändern von Bischöfen und Priestern zählen zum Bestand acht Mitren von Bischöfen sowie Schuhe und teilweise aufwendig bestickte Handschuhe. Zudem gehören zahlreiche Textilien für den gottesdienstlichen Gebrauch, Altartücher und Antependien sowie kunstvoll verzierte Mäntelchen für Madonnen- und Heiligenfiguren zu der Sammlung.

Berühmt sind außerdem die romanischen Wandteppiche des Halberstädter Domschatzes, wie der Abraham-Engel-Teppich und der Christus-Apostel-Teppich.