Artikel teilen:

Kardinal Woelki kann in Fastenzeit nicht auf Handy verzichten

Kein Digital Detox beim Kölner Kardinal Woelki in der Fastenzeit. Dafür verzichtet er auf Kölsch, Wein, Kabänes und Co. Und einem Zeitvertreib will er sich in diesen Wochen noch mehr als sonst widmen.

Trotz Fastenzeit kann Kardinal Rainer Maria Woelki nicht auf sein Smartphone verzichten – aus beruflichen Gründen. “So wie ein LKW-Fahrer nicht auf seinen LKW verzichten kann, kann ich nicht auf meine digitalen Hilfsmittel verzichten”, sagte der Kölner Erzbischof dem kirchlichen Portal domradio.de. In der diesjährigen Fastenzeit verzichte er auf Alkohol. Außerdem habe er sich vorgenommen, sich mehr Zeit für das persönliche Gebet zu nehmen.

Das Entscheidende an der Fastenzeit ist laut Woelki, dass man einmal aus dem Alltag ausbricht und eine Zeit des Innehaltens hat. Das bewusste Entscheiden, auf etwas zu verzichten, könnte eine Erfahrung von Freiheit mit sich bringen, so der Kölner Kardinal. Man bekomme eine Zeit geschenkt, die man für Dinge nutzen kann, die oft zu kurz kommen, zum Beispiel Bücherlesen oder Zeit für Gott. “Es muss darum gehen, dass wir unser Leben immer wieder neu auf Gott hin ausrichten”, so der katholische Geistliche.

Die 40-tägige christliche Fastenzeit beginnt am Aschermittwoch und endet Ostern. Im Mittelpunkt steht der Verzicht auf Genussmittel wie Süßigkeiten, Fleisch oder Alkohol und das Unterbrechen von Gewohnheiten.