Hannover. Die frühere EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann hat die Waffenlieferungen in die Ukraine und die geplante Aufrüstung der Bundeswehr kritisiert. „Da stockt mir der Atem. Was alles ist finanziell angeblich nicht möglich an sozialen Projekten, an Erreichen von Klimazielen. Und jetzt eine derartige Summe schnell beschlossen?“, schreibt die Theologin in einem Gastbeitrag für die in Weimar erscheinende Kirchenzeitung „Glaube+Heimat“.
Sie überkomme ein erschütterndes Gefühl von Ohnmacht bei den Bildern der bombardierten ukrainischen Städte, der verängstigten Kinder, weinenden Menschen und toten Zivilisten, räumt sie ein. Dennoch bezweifelt die ehemalige Landesbischöfin der Kirche Hannovers, dass mehr Waffen, Aufrüstung und Armeen Frieden schaffen: „Frieden wächst nur mit friedlichen Mitteln.“

