Soll Margot Käßmann Bundespräsidentin werden? evangelische-zeitund.de findet: Ja! Redakteur Timo Teggatz hat die Theologin in einem Kommentar ins Spiel gebracht – und damit in den sozialen Medien heftige Reaktionen ausgelöst. Allein auf Facebook haben wir mehr als 900 Kommentare von Nutzenden bekommen.
Dabei ist die Community gespalten. 1090 Nutzende heben für unseren Facebook-Beitrag den virtuellen Daumen nach oben, 462 geben ein spöttisch gemeintes Lachen und 65 Leute hinterlassen sogar ein wütendes Emoji. In den Kommentaren überwiegt dagegen die Ablehnung für Margot Käßmann.
Bundespräsidentin Käßmann: "Nicht euer Ernst!"
"Ich wüßte nicht, was diese Frau für das Amt eines Bundespräsidenten qualifiziert. Nach Steinmeier benötigen wir wieder einen Präsidenten oder eine Präsidentin von Format", schreibt Marc Haessig auf Facebook. Werner Schmidt sieht es ähnlich: Käßmann polarisiere und verbinde nicht. Ihr fehle das Verständnis für das oberste Staatsamt, dort werde ein kühler Kopf gebraucht. Und Gereon Lemke befürchtet sogar, dass eine Bundespräsidentin Margot Käßmann die Politikverdrossenheit fördern würde. "Das ist nicht euer Ernst! Und wenn doch, dann seid ihr nicht zu retten, liebe Evangelische Zeitung", findet Hanna Lehming.
Aber Margot Käßmann bekommt auch viel Zustimmung. "Gute Wahl", schreibt Peter Grunwald kurz und bündig. Reies Ekna pflichtet ihm bei: "Eine Frau mit Charakter und verantwortungsvollem Handeln." Auf Instagram schreibt Delia Fenske: "Warum eigentlich nicht? Sie hat Format und Haltung." "Nikkesmusic" berichtet von einer persönlichen Erfahrung mit Käßmann: "Von der Wirkung, die Sie auf die Menschen hat, durfte ich mich vor zwei Wochen noch überzeugen. Nach der Predigt wurde applaudiert."
Oft thematisiert wird auch Margot Käßmanns pazifistische Haltung im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine – vor allem von Leuten, die sie ablehnen. Christian Dereser erinnert etwa daran, dass Käßmann dazu aufrufe, "vor Putin und seinem Terrorstaat zu kapitulieren." Andreas Kling findet: "Ihre als Pazifismus verpackten Forderungen, vor Diktatoren und Kriegstreibern zu kuschen, machen sie untragbar."
Bundespräsident: Community macht Vorschläge
Und die Community macht auch Vorschläge, wen sie für besser geeignet hält. "Ich weiß, klingt schräg . . . Gregor Gysi?", postet Sylvia Kleditzsch und erhält dafür Zustimmung. "Das ist keineswegs schräg, der wäre schon optimal geeignet, aber für zu viele in der ‘falschen’ Partei", pflichtet ihr Frank Geppert bei. Auch Wolfgang Bosbach wird von vielen Usern ins Spiel gebracht. Vermutlich nicht ganz so ernst gemeinte Vorschläge: Heidi Klum, Evelyn Burdecki und Fürstin Gloria von Thurn und Taxis.

