Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) verlangt deutliche finanzielle Nachbesserungen für die Beschäftigten im Handel. Löhne und Arbeitsbedingungen seien vergleichsweise immer schlechter geworden, erklärte der KAB-Diözesanratsvorsitzende und Diakon Erwin Helmer am Freitag in Augsburg. Das zeige sich unter anderem an der hohen Zahl von verarmten Rentnerinnen und Rentnern in der Branche: “Wertschätzung der Arbeit und Belohnung für geleistete Arbeit sieht anders aus!”
Vor allem die Frauen im Handel verdienten bedeutsame Verbesserungen, ergänzte Helmers Kollegin, die KAB-Diözesanratsvorsitzende Brigitte Mörz. Darum unterstütze die KAB die Forderung der Handelsgewerkschaft Verdi, die Löhne um 2,50 Euro brutto pro Stunde zu erhöhen. Laut Mitteilung geht es in Bayern in diesem Tarifkampf um Löhne und Arbeitsbedingungen von mehr als 500.000 Beschäftigten im Groß- und Einzelhandel.
Der Personalmangel in der Handelsbranche werde durch eine lange Tarifauseinandersetzung nicht besser, heißt es in der Mitteilung. Die KAB fordere daher, das soziale und finanzielle Niveau der Verkäuferinnen und Verkäufer stark anzuheben. Denn Inflation und Heizkrise hätten die Mittel der Beschäftigten bereits nicht unerheblich eingeschränkt. All dies dürfe die Betroffenen nicht in die Armutsfalle führen.