Brandenburgs Verfassungsschutz verschärft die Beobachtung der AfD-Jugendorganisation und eines islamischen Zentrums. Die „Junge Alternative“ (JA) sei als gesichert rechtsextremistisch und das „Islamische Zentrum Fürstenwalde al-Salam“ mit seiner Moschee als gesichert extremistisch eingestuft worden, sagte Innenminister Michael Stübgen (CDU) in Potsdam. Beide seien „gleichermaßen gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung“ ausgerichtet und Gegner der Demokratie.
Stübgen sagte, die „Junge Alternative“ sei als „aktionistische, ideologische und logistische Straßentruppe“ eine „Gefahr für unsere Jugend, unsere Demokratie, unsere Freiheit und unsere Sicherheit“. Ihre Positionen seien nicht mit dem Grundgesetz vereinbar, betonte der Innenminister: „Ab heute ist jedes Brandenburger JA-Mitglied im Visier des Verfassungsschutzes.“ Ob daraus auch ein Verbot folgen könnte, sei offen, hieß es. Der AfD-Jugendverband hat nach Angaben des Verfassungsschutzes rund 120 Mitglieder in Brandenburg und wurde bereits seit 2019 als Verdachtsfall beobachtet.
