Jugendbuchpreis “Buxtehuder Bulle” für “Der Tunnelbauer”

Die Schriftstellerin Maja Nielsen ist am Donnerstagabend mit dem diesjährigen Jugendliteraturpreis „Buxtehuder Bulle“ geehrt worden. Sie erhielt den Preis für ihren Roman „Der Tunnelbauer“, der nach einer wahren Geschichte entstand, wie die Organisatoren mitteilten. Die Auszeichnung ist mit 5.000 Euro und einer stählernen Bullen-Plastik dotiert.

In der prämierten Geschichte geht es um Berlin in den 1960er Jahren, kurz nach dem Mauerbau. Nielsen verarbeitet darin die Erlebnisse des Zeitzeugen Joachim Neumann und seiner Freunde. Mit Mut, Beharrlichkeit und kräftezehrendem körperlichem Einsatz verhelfen sie zwischen 1961 und 1964 zahlreichen Menschen durch zwei Tunnel zur Flucht in den Westen.

Die Laudatorin und Leiterin des Berliner Jungen Literaturhauses, Stefanie Ericke-Keidtel, nannte das Buch den Angaben zufolge „eine hochinformative und anschauliche Geschichtsstunde, die spannender nicht sein könnte“.

Maja Nielsen wurde 1964 in Hamburg geboren und arbeitet als Sach- und Hörbuchautorin. Für ihren Roman „Tatort Eden 1919“ erhielt sie 2019 den Jugendbuchpreis „Friedolin“ der Stiftung Weltethos.

Der „Buxtehuder Bulle“ zählt zu den bedeutendsten deutschen Jugendliteraturpreisen. Zu den Preisträgern gehörten unter anderem Michael Ende, Gudrun Pausewang und Jostein Gaarder. Im vergangenen Jahr ging der Preis an die Stendaler Autorin Anja Reumschüssel für ihren Roman „Über den Dächern von Jerusalem“.

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