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Jugendbildungshäuser beklagen “Investitionsstau wie in Schulen”

Zahlreiche Jugendherbergen, Schullandheime und Jugendbildungsstätten in Bayern müssen in den kommenden Jahren modernisiert werden. Bei der jüngsten Investitionsoffensive des Bundes zum Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität seien sie jedoch nicht berücksichtigt worden, teilten das Jugendherbergswerk Bayern (DJH Bayern), das Bayerische Schullandheimwerk (BSHW) und die bayerischen Jugendbildungsstätten am Dienstag in einer gemeinsamen Erklärung mit. Als Einrichtungen der außerschulischen Bildung müssten sie „mindestens auf Landesebene explizit in die Förderlogik eingebunden werden“.

Die Häuser wiesen einen vergleichbaren Investitionsstau wie Schulen auf, „der sich bei unseren Häusern im hohen dreistelligen Millionenbereich bewegt“, sagte DJH-Präsident Klaus Umbach laut Mitteilung. Andernfalls drohe „mittel- bis langfristig ein weiteres Ausdünnen des bayernweiten Netzwerks außerschulischer Lernorte“.

Die drei gemeinwohlorientierten Träger von Angeboten der Jugend- und Erwachsenenbildung sehen sich demnach nicht in der Lage, aus eigener wirtschaftlicher Kraft die Herausforderungen zum Betrieb und der Weiterentwicklung ihrer Häuser zu bewältigen, heißt es weiter. Um weiterhin attraktiv für Gäste zu bleiben, müssten viele Häuser barrierefrei, energetisch saniert und mit Digitalisierung ausgestattet werden, heißt es weiter. Das mache eine Aufstockung der regulären Fördermittel aus dem Haushalt der bayerischen Staatsregierung „zwingend erforderlich“. Durch eine entsprechende Ausgestaltung der Förderrichtlinien zum Sondervermögen des Bundes könne der Freistaat die Weichen für eine „positive Weiterentwicklung des Bildungslands Bayern“ stellen. (3722/25.11.2025)