Jüdischer Karnevalsverein in Köln nimmt gestrandete Israelis auf

Nach dem Ausbruch des Iran-Krieges wussten sie nicht mehr, wie sie zurück nach Israel kommen sollten. Nun beherbergen Kölner Karnevalisten fünf Israelis.
Jüdischer Karnevalsverein in Köln nimmt gestrandete Israelis auf
Kölsche Kippa Köpp helfen Israelis, deren Flüge gestrichen wurden – ein Beispiel für Solidarität über Grenzen hinweg
Imago / Rolf Walter

Der nach eigenen Angaben weltweit einzige jüdische Karnevalsverein Kölsche Kippa Köpp hat wegen gestrichener Flüge im Zuge des Krieges in Nahost gestrandete Israelis aufgenommen. Fünf Studierende seien bei Vereinsmitgliedern in Köln untergekommen, sagte Vereinspräsident Aaron Knappstein der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Die jungen Leute hätten sich als Gruppe in Deutschland aufgehalten. Sie seien nun auf unabsehbare Zeit in Köln, da man nicht wissen könne, wann wieder Flüge nach Israel gingen.

Verein Kippa Köpp startet internen Aufruf

An den Verein seien Anfragen gestellt worden, sagte Knappstein. Die "Kippa Köpp" hätten dann intern einen Aufruf verschickt mit der Bitte, die Menschen aufzunehmen. Diese hätten ursprünglich am Sonntag zurück nach Israel fliegen sollen.

Umgekehrt gebe es einzelne Mitglieder des Kölner Karnevalsvereins, die in Israel festsäßen, sagte Knappstein. Als Reaktion auf den Iran-Krieg war bekanntgeworden, dass rund 37.400 Touristen in Israel gestrandet seien.

Israel erleichtert Touristen Rückreise über sichere Routen

Das israelische Tourismusministerium ist nach eigenen Angaben bereit, Touristen, die eine Ausreise wünschten, bei der Organisation eines Transports zu den Landesgrenzen nach Jordanien oder Ägypten zu unterstützen. 

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