Jüdische Organisationen in Europa und den USA begrüßen Tod Chameneis

Am Montag beginnt das Purim-Fest, das an die legendäre Errettung der Juden im Persischen Reich vor 2.500 Jahren erinnert. Jüdische Vertreter in den USA schlagen Verbindungen zu heute.

Jüdische Organisationen in Europa und den USA haben mit Genugtuung auf die Tötung von Ajatollah Ali Chamenei reagiert und sie mit dem jüdischen Purim-Fest verbunden, das am Montag beginnt. "In einem Moment, der an die biblische Geschichte von Purim erinnert - als sich das Blatt gegen jene wendete, die die Vernichtung der Juden planten -, hat ein führender Antisemit, der Auslöschung predigte und Terror exportierte, das Schicksal erlitten, das er selbst anderen zugedacht hatte", erklärte der Präsident der Konferenz der Europäischen Rabbiner, Pinchas Goldschmidt, am Sonntag in München.

"Dies ist der Moment, auf den das iranische Volk seit einem halben Jahrhundert gewartet hat", so Goldschmidt. Die Menschen im Iran verdienten Besseres als "eine mittelalterliche religiöse Tyrannei". Seit fast fünf Jahrzehnten unterdrücke die Islamische Republik Iran ihr eigenes Volk und befeuere einen Terror, der der Zerstörung Israels und dem Mord an Juden weltweit gewidmet sei, so Goldschmidt weiter.

Das Purim-Fest geht auf die biblische Geschichte des Esther-Buchs zurück, das von der Errettung der Juden im persischen Reich vor ihrer Vernichtung durch den Hofbeamten Haman sowie dessen Sturz und Hinrichtung handelt. Die Erzählung ist Gegenstand des jüdischen Festes mit ausgelassen-karnevalesken Zügen.

Die US-amerikanische Orthodox Union erklärte, der Militärschlag der USA und Israels habe eine "moderne Bedrohung aus dem Land Hamans" beseitigt. Seit Jahrzehnten verbreite das iranische Regime Tod und Zerstörung. Das Streben des Landes nach Atomwaffen sei nicht hinnehmbar. "Die heutige Tötung des Ajatollahs ist ein wichtiger Schritt, um dies zu verhindern", hieß es in einer Erklärung vom Samstag.

"Gott segne Präsident Trump. Gott segne die Vereinigten Staaten von Amerika und ihre tapferen Soldatinnen und Soldaten, die diese edle Mission erfüllen", so die Leiter des Verbands, Mitch Aeder und Rabbi Josh Joseph.

Ähnlich lobte die Republican Jewish Coalition, ein Verband innerhalb der Republikaner, US-Präsident Donald Trump für die Entscheidung, den "modernen Haman ein für alle Mal zu eliminieren". Die Militäroperation werde in die Geschichte eingehen. Während der frühere Präsident Barack Obama von den Demokraten das iranische Volk der "Barbarei der Mullahs" überlassen habe, ergreife Trump entschlossen Maßnahmen, "um die Islamische Republik zu besiegen", hieß es in einem Kurznachrichten-Post.

Auch das American Jewish Committee (AJC) stellte sich hinter das militärische Vorgehen. In einer Erklärung war die Rede von "gezielten Militäroperationen", um "die weltweite Terrorkampagne des iranischen Regimes zu stoppen". Die Welt werde sicherer sein, wenn die Bedrohung durch die Nuklear- und Raketenprogramme Teherans sowie durch die iranischen Revolutionsgarden ein für alle Mal beseitigt sei.

Die Militäraktionen seien die Folge jahrelanger Eskalation, Täuschung und Weigerung des Iran, seinen internationalen Verpflichtungen nachzukommen - einschließlich der jüngsten ergebnislosen Verhandlungen in Genf, erklärte das AJC. Die Verantwortung für diese Krise liege allein bei Teheran.

👋 Unser Social Media