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Jüdische Landesgemeinde und Erfurt feiern Chanukka

Zum Auftakt des Lichterfestes Chanukka hat der Vorsitzende der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen, Reinhard Schramm, dazu aufgerufen, Antisemitismus und Terrorismus Einhalt zu gebieten. Nach dem Anschlag in Sydney vom Wochenende gelte den Angehörigen der Opfer aus der jüdischen Gemeinschaft Australiens sein tiefes Mitgefühl, erklärte er am Sonntag in Erfurt.

Schramm betonte, mit dem wachsenden weltweiten Antisemitismus und Terrorismus seien nicht nur Juden in Gefahr, „sondern unsere demokratische Welt im Ganzen“. Auch Europa tue zu wenig zur Verteidigung der Demokratie.

Bei der Feier zum Entzünden des ersten Lichts des Chanukka-Leuchters in Erfurt sagte Schramm am Sonntag laut Manuskript, die Unmenschlichkeit der Hamas habe zu Solidarität mit Jüdinnen und Juden und mit dem jüdischen Staat geführt, aber auch zu einem wachsenden rechten, muslimischen und linken Antisemitismus.

Eine dauerhaft friedliche Zukunft des jüdischen und des palästinensischen Volkes erfordere „ein wirkliches Engagement gegen den internationalen Terrorismus“, betonte Schramm. Der Anschlag von Sydney sei dafür „ein furchtbarer Beweis“.