Das Thema Künstliche Intelligenz (KI) ist laut der JIM-Studie 2025 inzwischen im Alltag von Jugendlichen angekommen und ein wichtiges Mittel zur Beschaffung von Informationen geworden. „Es stellt sich nicht mehr die Frage, ob Jugendliche KI einsetzen, sondern wie häufig, in welcher Form und wofür“, heißt es in der Studie, die am Freitag vorgestellt wurde. „JIM“ steht für Jugend, Information, Medien. Für die repräsentative Studie wurden vom 2. Juni bis 12. Juli 2025 insgesamt 1.200 Jugendliche im Alter von 12 bis 19 Jahren in Deutschland telefonisch und online befragt.
ChatGPT ist die mit Abstand wichtigste KI für die Zwölf- bis 19-Jährigen: 84 Prozent haben das Programm bereits verwendet – ein Plus von 27 Prozentpunkten gegenüber 2024. Inzwischen arbeitet die Hälfte der Jugendlichen mindestens mehrmals pro Woche mit ChatGPT. Mit deutlichem Abstand folgen die KI-Tools Google Gemini und Meta AI auf den Plätzen zwei und drei – jeweils rund ein Drittel greift zumindest selten darauf zurück.
Wie die Studie auch zeigt, besitzen fast alle Jugendlichen (95 Prozent) ein Smartphone. Fast vier Stunden täglich (231 Minuten) nutzen die Befragten mit Bildschirmzeit-Anzeige durchschnittlich ihr Gerät. Zwölf- bis 13-Jährige kommen auf 166 Minuten täglich, Volljährige sogar auf über viereinhalb Stunden (278 Minuten). Zwei Drittel gaben an, dass sie häufig mehr Zeit am Handy verbringen, als ursprünglich geplant, und drei von zehn sind morgens oft müde, weil sie nachts zu lange am Handy waren. 44 Prozent stimmen zu, bei den Hausaufgaben durch das Handy abgelenkt zu werden.
Die meistgenutzte App ist WhatsApp mit 96 Prozent. Hinter Instagram (63 Prozent) liegt nun Snapchat (56 Prozent) erstmals seit 2020 wieder auf Rang drei der regelmäßig genutzten Apps. Erst dahinter folgt TikTok mit 53 Prozent.
Die Studienreihe JIM wird vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest (mpfs) seit 1998 jährlich in Zusammenarbeit mit dem Südwestrundfunk (SWR) erstellt. Der mpfs ist eine Kooperation der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg und der Medienanstalt Rheinland-Pfalz in Ludwigshafen