Jetzt können sich Heimbewohner und Angehörige wieder treffen

Dank der Klön-Bude des Rauhen Hauses
Jetzt können sich Heimbewohner und Angehörige wieder treffen
Ina Hose (r.) besucht ihre Mutter Anke – dank Klönbude völlig sicher -
Hamburg (epd). Eine "Klön-Bude" für Heimbewohner und Angehörige ist von der Ev. Stiftung "Das Rauhe Haus" in Hamburg eröffnet worden. Die türlose Hütte mit zwei Zugängen, einer Trenn-Glasscheibe und einem schrägen Wellblechdach ermöglicht ab sofort persönliche Treffen mit ausreichendem "Corona-Sicherheitsabstand". Auf jeder Seite gibt es eine kleine Fensterbank mit Blumentopf. Das kleine Häuschen zum Klönen steht direkt vor dem Haupteingang von "Haus Weinberg" auf dem Stiftungslände. Rund 80 Senioren leben in dem Pflegeheim – und bislang hatten sie keine Chance, Besuche zu empfangen. "Corona hat den Alltag unserer Bewohner sehr eingeschränkt", sagt Diakon Ulrich Bartels, Leiter der Einrichtung. Das Leben fand weitgehend nur noch in den Zimmern statt, Besucher durften nicht ins Haus. "Jetzt gibt's einen realen Treff für Angehörige und Freunde", sagt er.
Stephan Wallocha / epd
Möglich machte die Klön-Bude eine Spende der Firma Brown-Forman, mit der das "Rauhe Haus" schon vor Corona-Zeiten zu "Social Days" Kontakt hatte. Rund 4.000 Euro kostete die Hütte – inklusive Transport, Aufbau und Miete für zunächst 100 Tage. Ulrich will jetzt gemeinsam mit Mitarbeitern eine Art Stundenplan erstellen, in den Besuchszeiten eingetragen werden können.

Maske darf fallen

Wenn die ersten Erfahrungen gesammelt sind, sollen die "Klön-Buden-Zeiten" auch über das Internet und per E-Mail angemeldet werden können. Geplant sind Treffs von 30 bis 45 Minuten zwischen 9.30 bis 17.30 Uhr, mit einer Mittagspause. "Wir sind sicher, dass es regen Zuspruch geben wird", sagt Bartels. "Denn bei uns darf sogar die Maske fallen." (epd)
Timo.TeggatzT
Ein Beitrag von:

Timo.Teggatz

Schrieb schon als Schüler für die Lokalzeitung über Kaninchenzüchter und mehr, während des Politik-Studiums in Kiel als rasender Sportreporter im Einsatz. Volontariat beim Schleswig-Holsteinischen-Zeitungsverlag, danach acht Jahre als Redakteur für eine Touristikzeitschrift in der Weltgeschichte unterwegs. Seit Juli 2014 bei der Evangelischen Zeitung – seit dem Start von evangelische-zeitung.de für online zuständig.

👋 Unser Social Media