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Jeder dritte Jugendliche hält sich mehrere Berufsoptionen offen

Planlos in die Zukunft? Jeder dritte Jugendliche weiß noch nicht genau, was nach der Schule kommt. Eine Forscherin sieht darin Offenheit und Unsicherheit zugleich.

Jeder dritte Jugendliche ist sich noch unsicher über seinen Bildungsweg nach dem Schulabschluss und hält sich mehrere Optionen offen. Das geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg hervor. Befragt wurden dafür seit Frühjahr 2024 rund 6.300 Jugendliche aus Abschlussklassen allgemeinbildender Schulen, die bei der Bundesagentur für Arbeit zur Berufsberatung waren.

Diejenigen, die einen Abschluss in der Sekundarstufe I machten, planten danach zumeist eine betriebliche Ausbildung oder wollten eine weiterführende Schule besuchen. Jugendliche, die eine Hochschulreife anstrebten, wollten danach mehrheitlich ein Studium machen, auf Platz zwei landet demnach bei ihnen die betriebliche Ausbildung. Die Hälfte derjenigen, die Abitur oder Fachabitur machen wollten, zogen den Angaben nach mehrere Alternativen in Betracht. Unter den Jugendlichen der Sekundarstufe I habe dies nur auf etwas mehr als ein Viertel zugetroffen.

“Viele Jugendliche setzen sich frühzeitig mit ihrer beruflichen Zukunft auseinander, halten sich zugleich aber häufig mehrere Optionen offen”, sagte Forscherin Silke Anger. “Das kann Ausdruck von Offenheit, aber auch von Unsicherheit angesichts der Vielzahl möglicher Bildungswege sein.”