Hamburg. Bei Abschiebungen am Hamburger Flughafen ist es von März 2019 bis Februar 2020 erneut zu besonderen Härten und Problemen für Betroffene gekommen. Das geht aus dem Jahresbericht des Projektes Abschiebungsbeobachtung hervor, den das Diakonische Werk Hamburg veröffentlicht hat. Von den 124 beobachteten Abschiebungen wurden 20 (16 Prozent) als besonders problematisch eingestuft. Die "Abschiebungsbeobachtung am Hamburger Flughafen" ist ein Projekt des Diakonischen Werkes Hamburg und wird finanziert durch die Behörde für Inneres und Sport in Hamburg.
Die dem Flughafen-Forum angezeigten Probleme betrafen laut Bericht die starke psychische Belastung von Kindern, wenn sie zum Beispiel Zeugen von Zwangsmaßnahmen wurden oder wenn Familien getrennt werden. Benannt wurden auch die unterschiedliche Bewertung der Reisefähigkeit von Kranken durch verschiedene Behörden sowie der Einsatz fliegender Intensivstationen zur Abschiebung Schwerstkranker. Problematisch sei überdies die mangelnde Kooperation und Informationsverweigerung einiger Behörden, die im Flughafen-Forum nicht vertreten sind.

