Israels Kabinett stimmt Waffenruhe zu

Israel und die palästinensische Terrororganisation Hamas haben sich auf eine vorübergehende Waffenruhe verständigt. Die israelische Regierung stimmte in einer Kabinettssitzung in der Nacht zu Mittwoch einer entsprechenden Vereinbarung zu. Das bestätigte eine Pressemitteilung der Regierung.

Danach ist eine Feuerpause von zunächst vier Tagen vorgesehen. Die Hamas soll in diesen Tagen 50 der rund 240 in den Gazastreifen verschleppten Geiseln freilassen. Laut Medienberichten handelt es sich um 30 Kinder und 20 Frauen. "Die Freilassung jeweils weiterer zehn Geiseln hat einen weiteren Tag Feuerpause zur Folge", heißt es in der Erklärung der Regierung. Im Gegenzug will Israel 150 palästinensische Häftlinge freilassen.

In der Presseerklärung unterstreicht die israelische Regierung zugleich, dass der Krieg fortgesetzt werde, um alle Geiseln zu befreien und die Hamas zu vernichten, damit Israel nicht länger aus dem Gaza-Streifen bedroht werde.

Unterhändler in Katar und Ägypten sowie die US-Regierung hatten in den vergangenen Tagen mehrfach durchblicken lassen, dass eine solche Einigung zwischen den Kriegsparteien in greifbare Nähe gerückt sei. Die islamistische Hamas erklärte am Dienstag, ihre Zustimmung zu dem ausgehandelten Deal bereits übermittelt zu haben.

Am 7. Oktober hatten Terroristen auf Geheiß der Hamas im Süden Israels ein Massaker mit rund 1.200 Toten angerichtet und rund 240 Menschen in den Gazastreifen verschleppt. Israel antwortete mit einer großangelegten Militäroffensive.

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