Die Israelitische Kultusgemeinde (IKG) Amberg führt ihre erfolgreiche Workshop-Reihe gegen Antisemitismus auch im Schuljahr 2025/26 fort. Möglich werde dies durch eine Verlängerung der Förderung durch das bayerische Kultusministerium, teilte die IKG unter Leitung von Rabbiner Elias Dray am Dienstag mit. Seit dem Schuljahr 2024/25 bietet die IKG die kostenfreien Kurse für Schulklassen ab der 6. Jahrgangsstufe an.
Ziel sei es, junge Menschen über Antisemitismus, Vorurteile und gesellschaftliche Spannungen aufzuklären und durch Begegnung und Dialog gegenseitiges Verständnis zu fördern. Ein besonderes Angebot sei der Jüdisch-Islamische Workshop, bei dem je ein Vertreter des jüdischen und ein Vertreter des muslimischen Glaubens gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern ins Gespräch kommen. Eine Synagogenführung zu Beginn der jeweiligen Kurse biete den Jugendlichen zudem authentische Einblicke in das jüdische Leben in Amberg.
Dem Thema „Antisemitismus als gesellschaftliches Problem“ widmet sich ein Workshop unter Leitung von Studiendirektor a.D. Günter Kohl, einem Experten für Demokratie und Extremismus-Prävention. Hier lernen die Schülerinnen und Schüler, wie antisemitische Stereotype entstanden sind und bis heute wirken. „Gerade seit den Ereignissen des 7. Oktober 2023 zeigt sich, wie unverzichtbar Aufklärung und offener Dialog sind. Nur wenn wir verstehen, wie Vorurteile entstehen und wirken, können wir ihnen wirksam begegnen“, sagte Kohl laut Mitteilung. (3625/18.11.2025)