Israelischer Bobfahrer: Sportler sind uns feindlich begegnet

Erstmals ist Israel bei den Olympischen Winterspielen mit einem Bob-Team vertreten. Einer der Eiskanal-Piloten berichtet von Anfeindungen im olympischen Dorf – aber auch vom Stolz auf das eigene Land.
Israelischer Bobfahrer: Sportler sind uns feindlich begegnet
Erstmals startet bei den Olympischen Winterspielen ein Bob-Team aus Israel
imago / Independent Photo Agency Int.

Israelische Wintersportler sind nach Angaben eines Teilnehmers Ziel von Anfeindungen im olympischen Dorf geworden.
"Es gab Sportler, die uns extrem feindlich begegnet sind, doch wir lassen uns davon nicht bestimmen", sagte der Zweierbob-Fahrer Adam Edelman der "Jüdischen Allgemeinen". Israel ist bei den aktuellen Winterspielen in Mailand und Cortina zum ersten Mal überhaupt mit einem Bob-Team vertreten.

Bobfahrer: Enormer Rückhalt aus Israel

Die israelischen Piloten hatten laut Edelman einen schwierigeren Start als die der anderen Nationen. "Während andere Teams rund 50 Trainingsläufe absolvierten, kamen wir auf neun. Das ist im Bobfahren ein enormer Unterschied", so der Sportler. Wichtiger als die Platzierung sei jedoch der Symbolcharakter. "Wir sind die Ersten - aber wir wollen nicht die Einzigen bleiben", betonte Edelman. Aus der Heimat gebe es einen enormen Rückhalt für ihn und sein Team. "Die Menschen verstehen, dass das, was wir erreicht haben, phänomenal ist", so der Sportler. "Ich bin so stolz - und ganz Israel kann ebenfalls stolz sein."

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