Israel bestätigt: Caritas Jerusalem kann Arbeit fortsetzen

Die israelische Ankündigung, Dutzenden in palästinensischen Gebieten tätigen Hilfswerken die Lizenz zu entziehen, hatte international für Empörung gesorgt. Für eine kirchliche Organisation gibt es nun Entwarnung.

Nach wochenlanger Unsicherheit hat die israelische Regierung den rechtlichen Status von Caritas Jerusalem geklärt. Die kirchliche Hilfsorganisation ist demnach nicht von der zu Jahresbeginn angekündigten Regelverschärfung für internationale Nichtregierungsorganisationen betroffen.

Caritas Jerusalem äußerte sich erleichtert. "Die Klärung des rechtlichen Status ermöglicht es uns, unsere Arbeit im Dienst der Bedürftigen mit mehr Ruhe fortzusetzen", hieß es in einer Stellungnahme. Angesichts der prekären humanitären Lage in der Region, insbesondere im Gazastreifen, sei der ungehinderte Zugang von Hilfsorganisationen für die Versorgung der Zivilbevölkerung von wesentlicher Bedeutung.

Das israelische Diaspora-Ministerium hatte angekündigt, aufgrund veränderter Vorgaben zum Jahreswechsel mehr als 30 Hilfsorganisationen die Lizenz zu entziehen, die im Westjordanland, in Ostjerusalem und im Gazastreifen tätig sind. Die Anforderungen in puncto Sicherheit und Transparenz seien - im Gegensatz zu anderen Organisationen - nicht erfüllt, so die Begründung.

Das für die Belange der katholischen Kirche im Heiligen Land zuständige Lateinische Patriarchat von Jerusalem reagierte darauf unbeeindruckt. In einer Mitteilung hieß es damals, Caritas Jerusalem werde seine Arbeit im Gazastreifen, im Westjordanland und in Jerusalem gemäß dem eigenen Auftrag fortsetzen. Eine Neuregistrierung sei ohnehin nicht erforderlich, weil ein einschlägiges Abkommen zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Staat Israel aus den 1990er Jahren weiterhin Bestand habe. Diese Auffassung hat sich nun offenbar bestätigt.

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