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Islamisches Zentrum Hamburg reagiert auf Razzien gelassen

Anlässlich der bundesweiten Razzien gegen das Islamische Zentrum Hamburg (IZH) hat der unter Extremismusverdacht stehende Verein gelassen reagiert. Man sei zuversichtlich, dass die Ergebnisse der Durchsuchungen ein Vereinsverbot nicht rechtfertigen würden, teilte das IZH am Donnerstag in Hamburg mit. “Das IZH als Verein, sowie die von der Durchsuchung betroffenen Personen kooperieren vollständig mit den Behörden und haben volles Vertrauen in den deutschen Rechtsstaat.”

Im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen das IZH führte die Polizei am Donnerstag Razzien in 54 Gebäuden in sieben Bundesländern durch. Das IZH stehe im Verdacht, sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung zu richten und damit die Verbotsgründe des Vereinsgesetzes zu erfüllen, teilte das Bundesinnenministerium mit. Der schiitische Verein, der die Blaue Moschee in Hamburg betreibt, steht seit vielen Jahren unter Beobachtung des Verfassungsschutzes und wird als islamistisch eingestuft.

Das IZH hob hervor, dass es sich um einen Anfangsverdacht handele. Weiter erklärte es: “Das IZH wird bereits seit mehreren Jahren vom Landesamt für Verfassungsschutz Hamburg beobachtet. Offenbar hat sich in dieser ganzen Zeit der Verdacht nicht so erhärtet, dass ein Vereinsverbot gerechtfertigt wäre.”