Überschattet von der kriegerischen Eskalation in Nahost ist die 60. Ausgabe der weltgrößten Tourismusmesse ITB in Berlin eröffnet worden. «Ich weiß, dass diese Situation Unsicherheit auslöst», erklärte der Chef der veranstaltenden Messe Berlin, Mario Tobias, bei der Pressekonferenz zum Auftakt der Internationalen Tourismus-Börse.
Tourismusmesse: Frieden als Grundlage für Reisen
Der Präsident des Deutschen Reiseverbandes, Albin Loibl, sagte:
«Unsere größte Priorität aktuell ist, den Kontakt zu unseren Reiseveranstaltern herzustellen. Wir verfolgen die Entwicklung in der Region sehr aufmerksam und mit großer Sorge und hoffen auf eine Deeskalation.»
Bei der für Fachbesucher geöffneten ITB präsentieren sich in diesem Jahr mehr als 6.000 Aussteller aus 160 Ländern. Gastland ist der südwestafrikanische Staat Angola. «Es gibt keinen Tourismus ohne Frieden - das ist eine wichtige Botschaft aus Berlin in einer Welt, die sich fast täglich verändert», sagte Angolas Tourismusminister Marcia Daniel.
Afrika ist Schlüsselpartner der ITB
Der ölreiche Staat versucht aktuell, seine Wirtschaft zu diversifizieren und setzt dabei im Tourismus mit geplanten Investitionen von knapp einer halben Milliarde Euro starke Akzente. «Wir wollen Afrika im Tourismus positionieren», so der Minister. Und Messe-Chef Tobias bestätigte: «Afrika ist im Tourismusmarkt zunehmend ein Schlüsselpartner.»
ITB: Neue Trends beim Reiseverhalten
Zu den neuen Trends der Branche gehört unter anderem die Tatsache, dass Reisen zunehmend mit Hilfe Künstlicher Intelligenz geplant werden. Branchenexperten sprechen von einer strukturellen Veränderung im Verbraucherverhalten. Organisierte Reisen werden zudem früher gebucht. Die Nachfrage nach Zielen in den USA, Lateinamerika und der Karibik sei aktuell eingeknickt.
