Artikel teilen:

Ins All gereiste Kopie der Himmelsscheibe von Nebra wird ausgestellt

Die mit einem deutschen Astronauten in den Weltraum gereiste Kopie der Himmelsscheibe von Nebra ist seit Samstag zusammen mit dem Original im Museum zu sehen. Der Astronaut der Europäischen Weltraumorganisation ESA, Matthias Maurer, übergab die Scheibe mit einem Durchmesser von rund 20 Zentimeter an das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle, wie das Museum mitteilte. Maurer hatte die originalgetreue Kopie zu seinem sechsmonatigen Forschungsaufenthalt auf der internationalen Raumstation ISS von November 2021 bis Mai 2022 mitgenommen.

Die Himmelsscheibe von Nebra gilt als einer der bedeutendsten archäologischen Funde des vergangenen Jahrhunderts. Die kleine Bronzeplatte mit goldenem Mond und Sternen wurde 1999 bei Grabungen als Teil eines Bronzeschatzes gefunden. Das Alter der Himmelsscheibe wurde auf mehr als 3.600 Jahre datiert, seit 2013 zählt sie zum Unesco-Weltdokumentenerbe. Das Original ist wie nun auch die ins All gereiste Kopie im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle zu sehen.

Zur Übergabe der Kopie war auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) gekommen. Die Himmelsscheine sei „eine erstklassige Botschafterin“ des Landes und dies nunmehr „nicht nur auf der Erde, sondern sogar im Weltraum“, erklärte er.