Artikel teilen:

Initiative: Kinder für nachhaltige Geschenke sensibilisieren

Das dritte Spielzeugauto, die fünfte Puppe, ein schickeres Fahrrad – die Stiftung “Kinder forschen” regt zum Hinterfragen des kindlichen Wunschzettels an. Das Fest sei eine gute Gelegenheit, mit dem Nachwuchs über nachhaltigen Konsum ins Gespräch zu kommen, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Mitteilung der Initiative. Sie regt Eltern und Pädagogen an, sich mit Kindern über deren Wünsche und Geschenke auszutauschen. Fragen könnten sein: Warum möchte ein Kind etwas haben, was ist am Schenken so schön – und welche Alternativen gibt es zu gekauften Geschenken.

Den zerfledderten Lieblingsteddy oder das defekte Fahrrad gemeinsam zu reparieren, fördere beispielsweise die Wertschätzung für den Gegenstand, heißt es in der Erklärung. Alternativen zum Neukauf könnten auch das Stöbern bei einem vorweihnachtlichen Tausch-Fest in der Kita, Grundschule oder zu Hause sowie Zeitgeschenke für gemeinsame Unternehmungen sein.

Im Leben von Kindern spiele Konsum von Geburt an eine große Rolle, erklärte Christina Rehr, Referentin für Inhalte und Fortbildung der Stiftung. “Weihnachten, Geburtstag, Ostern – Geschenke gehören dazu.”

Die Vorweihnachtszeit sei deshalb ein guter Anlass, mit Kindern über den Einfluss von Werbung zu sprechen. Die Stiftung bietet dafür auf ihrer Homepage einen kostenfreien Online-Kurs “Werbung reflektieren” an. Sie gibt dabei kindgerechte Anregungen, wie Werbung identifiziert und besprochen werden kann. Bei einer “Werbe-Jagd” könnten Kinder beispielsweise ermuntert werden, Werbung und deren Botschaften in ihrem Alltag wahrzunehmen.

Die vom Bundesforschungsministerium unterstützte Initiative “Kinder forschen” entwickelt nach eigenen Angaben Fortbildungen und Materialien für nachhaltige Entwicklung in der frühkindlichen Bildung. Diese soll Kinder und Erwachsene befähigen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf andere und die Umwelt zu erkennen.