Apotheken vor Ort verlieren Kundschaft an Online-Händler. Nicht nur Medikamente, auch Produkte wie Vitaminpräparate werden immer häufiger im Netz geordert – vor allem von bestimmten Bevölkerungsgruppen.
Gut ein Fünftel der Menschen in Deutschland bestellt offenbar Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel im Internet. 21 Prozent der Bevölkerung zwischen 16 und 74 Jahren gaben dies in der Erhebung zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien in privaten Haushalten an, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Dieser Anteil steigt demnach kontinuierlich an; 2021 hatte er noch bei 16 Prozent gelegen und 2023 bei 18.
Die Möglichkeit, rezeptfreie Mittel zu ordern oder auch online Rezepte einzureichen, nutzen mehr Frauen als Männer, wie es hieß. Ein Viertel (24 Prozent) der Frauen tätigte nach eigenen Angaben in den vergangenen drei Monaten derartige Käufe, bei den Männern waren es 17 Prozent. Besonders machen Menschen im mittleren Alter davon Gebrauch: 23 Prozent der Menschen zwischen 25 und 26 Jahren bestellten entsprechende Produkte im Netz. Bei denjenigen unter 24 Jahren waren es zwölf Prozent, in der Altersgruppe zwischen 65 und 74 Jahren 17 Prozent.
Insgesamt gaben 83 Prozent der Befragten an, im vergangenen Jahr etwas online gekauft oder bestellt zu haben.