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Immer mehr Bayern pendeln zur Arbeit

Bayern bleibt auf Achse: Millionen fahren täglich in andere Städte zur Arbeit – meist mit dem Auto. Doch es gibt auch Ausnahmen.

 Die Zahl der Berufspendler in Bayern ist 2024 weiter angestiegen. Das teilte das Landesamt für Statistik in Fürth am Donnerstag mit. Demnach pendelten im vergangenen Jahr rund 4,6 Millionen Menschen aus ihrem Wohngebiet zum Arbeitsplatz, ein Plus von knapp 39.000 Personen. Gleichzeitig arbeiteten rund drei Millionen Menschen auch an ihrem Wohnort, ein Minus von mehr als 11.500 Personen. 2021 hatte die Zahl der Pendler in Bayern noch bei rund 4,4 Millionen gelegen.

Knapp zwei Drittel der Personen kämen mit dem Auto zur Arbeit, heißt es weiter. Rund 14 Prozent nutzten öffentliche Verkehrsmittel, etwa jeder Zehnte das Fahrrad. Die Autoquote sei vor allem in der Oberpfalz, in Oberfranken und in Niederbayern noch deutlich höher und liege bei über 70 Prozent. Am seltensten nutzten die Münchner (30 Prozent) und die Nürnberger (41 Prozent) das Auto für den Arbeitsweg. In München dominierten öffentliche Verkehrsmittel (44 Prozent), rund 17 Prozent setzten sich aufs Fahrrad. Je länger Menschen pendeln müssten, desto öfter werde außerdem Homeoffice in Anspruch genommen; rund ein Viertel nutze dies mindestens einmal pro Woche.

München bleibe die Pendlerhauptstadt Deutschlands, so die Statistiker. Knapp 530.000 Menschen kämen jeden Tag von außerhalb zur Arbeit. Im Vergleich zu Berlin, Hamburg und Köln habe die bayerische Landeshauptstadt in den vergangenen vier Jahren aber weniger neue Einpendler dazuerhalten, daher habe sich der Abstand zu den anderen Großstädten verringert. Nach München pendeln in Bayern außerdem besonders viele Menschen nach Nürnberg (rund 198.000) und Regensburg (rund 99.000).