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Hummus als Friedensstifter – Kochaktion von Juden und Arabern

Hummus als Friedensstifter im Nahostkonflikt – das ist die Idee einer besonderen Aktion im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg. Ein Kreativzentrum lädt am 9. Dezember zum gemeinsame Hummus-Kochen und -Essen ein, wie das “Hamburger Abendblatt” (Freitag) berichtete. An der Vorbereitung seien Araber und Juden gemeinsam beteiligt. Ideengeber ist der Zeitung zufolge die australische Fernsehdoku “Make Hummus, Not War” aus dem Jahr 2012, die zum Auftakt der Veranstaltung gezeigt werden soll.

Hummus wird aus pürierten Kichererbsen, Sesampaste, Olivenöl und weiteren Zutaten hergestellt. Es zählt sowohl in Israel als auch in Palästina und vielen arabischen Ländern zu den Nationalspeisen. Das älteste bekannte Rezept für Hummus stammt aus einem syrischen Kochbuch aus dem 13. Jahrhundert.

“Unseren Kreis an Unterstützern und Mitmachern hatten wir innerhalb einer Woche zusammen. Es gab kaum Skeptiker”, zitierte die Zeitung ein Vorstandsmitglied des Vereins Zinnwerke, der zu der Aktion einlädt. “Vor allem die Schulen im Stadtteil waren begeistert, denn auch sie fragen sich, wie sie mit dem Thema Nahost und wachsendem Antisemitismus umgehen sollen.”

An der Veranstaltung will laut “Abendblatt” auch der Hamburger Antisemitismusbeauftragte Stefan Hensel teilnehmen. Sie beginnt um 16.00 Uhr auf dem Gelände der Wilhelmsburger Zinnwerke.