Russlands Krieg gegen die Ukraine fielen bereits Hunderte Kirchen zum Opfer. Bei einem russischen Angriff soll nun auch das Hölenkloster in Kiew beschädigt worden sein, das zum Unesco-Weltkulturerbe gehört.
Bei einem russischen Luftangriff auf Kiew sind am Wochenende nach Angaben des ukrainischen Kulturministeriums auch Teile des berühmten Höhlenklosters in der Hauptstadt beschädigt worden. Das Ministerium veröffentlchte am Montag unter anderem ein Foto einer kaputten Fensterscheibe. Demnach wurden der Eingangsbereich zu den sogenannten Fernen Höhlen und die dortige Sankt-Anna-Kirche Opfer eines russischen Raketen- und Drohnenangriffs.
Den veröffentlichten Fotos zufolge handelt es sich um eher kleinere Schäden. Laut dem Ministerium wurden neben Türen und Fenstern auch der Putz einer Außenwand betroffen. Das im Jahr 1051 gegründete Kiewer Höhlenkloster steht seit 1990 auf der Welterbe-Liste der Unesco. Es gilt als Wiege des ostslawischen orthodoxen Christentums und als Wahrzeichen der Stadt.
Die ukrainische Kulturministerin Tetjana Bereschna warf Russland am Montag einen “Angriff auf das Weltkulturerbe” und ein “Verbrechen gegen das Erbe der Menschheit” vor. Laut ihren Angaben wurden seit Beginn der umfassenden russischen Invasion im Februar 2022 in der Ukraine mehr als 4.000 Kulturstätten zerstört.
Im Juni 2025 hatte die ukrainische Regierung Russland auch für Schäden an der Sophienkathedrale im Kiewer Stadtzentrum verantwortlich gemacht. Diese Kirche gehört ebenfalls zum Unesco-Welterbe. Das Höhlenkloster war in diesem Krieg bisher von russischen Angriffen verschont geblieben.