Höhere Preise führten 2021 zu Mehreinnahmen bei Landwirten

Wegen steigender Preise haben die Landwirte im Jahr 2021 bei Getreide und Gemüse deutlich mehr eingenommen. Beim Getreide stieg der Produktionswert um 17 Prozent, beim Gemüse um 12 Prozent, teilte das Statistische Landesamt bei der Vorstellung der „Regionalen Landwirtschaftlichen Gesamtrechnung für 2021“ am Montag mit. Beim Obst ging der Produktionswert aber trotz höherer Preise um 16 Prozent zurück, weil weniger geerntet wurde.

Insgesamt hat die Landwirtschaft im Südwesten im Jahr 2021 Waren für knapp 4,8 Milliarden Euro produziert. Davon entfielen gut 2,6 Milliarden Euro auf die pflanzliche Produktion und rund 1,9 Mrd. Euro auf die Tierproduktion. Bei Rindern und Kälbern zogen die Preise deutlich an, bei fast konstanter Menge. Bei Schweinen sanken die Preise genauso wie das Schlachtvolumen. Bei Geflügel und Eiern ging der Produktionswert 2021 um knapp vier Prozent zurück, bei Milch stieg er um 1,5 Prozent.

Höhere Ausgaben hatten die Landwirte vor allem für Düngemittel, dort stiegen die Ausgaben um knapp 38 Prozent. Nach Abzug der Vorleistungen bleibt für die Landwirtschaft im Südwesten eine Bruttowertschöpfung von gut 1,6 Milliarden Euro. Bezogen auf die gesamtwirtschaftliche Bruttowertschöpfung Baden-Württembergs in Höhe von rund 488 Milliarden Euro entfielen auf Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei zusammen nur ein Anteil von 0,6 Prozent. (2776/20.11.2023)

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