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Höchststand an Mohnanbau für Opium in Myanmar seit zehn Jahren

Seit dem Putsch 2021 nimmt die Opium-Produktion in Myanmar nach Jahren des Rückgangs wieder zu. Der wirtschaftliche Niedergang des Landes sowie der hohe Weltmarktpreis für Opium treiben die Bauern in den Mohnanbau.

Im kriegsgebeutelten Myanmar hat die Produktion von Opium den höchsten Stand seit zehn Jahren erreicht. Laut einem Bericht des UN-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) vom Mittwoch stieg die Anbaufläche für Mohn von 45.200 Hektar im Vorjahr 2024 auf 53.100 Hektar im laufenden Jahr. Das entspreche einem Plus um ein Sechstel (17 Prozent) und unterstreiche Myanmars Position als weltweit wichtigste Quelle für illegales Opium. In Afghanistan sei die Produktion dagegen rückläufig.

Myanmar ist seit dem Militärputsch von 2021 in einem Bürgerkrieg. Die herrschende Junta hat für den 28. Dezember den Beginn einer Parlamentswahl angekündigt, die in mehreren Phasen ablaufen soll. China und Russland unterstützen die umstrittene Wahl, während diverse asiatische und westliche Länder sie als unfair ablehnen. Zur Abstimmung sind nur regimetreue Parteien zugelassen. Auch kann nur in der Hälfte des Landes gewählt werden, die von der Junta und dem Militär kontrolliert wird.