Artikel teilen

Hochwasser: Bischof Wilmer würdigt Helfer und kritisiert Schaulustige

In Niedersachsen ist das Hochwasser weiter eine Bedrohung. Der katholische Bischof Heiner Wilmer hat jetzt die Helfer gewürdigt – und Schaulustige kritisiert.

Schnell noch ein Foto: Manch einer will von dem Hochwasser – wie hier nahe Hannover – unbedingt ein Foto machen
Schnell noch ein Foto: Manch einer will von dem Hochwasser – wie hier nahe Hannover – unbedingt ein Foto machenImago / Localpic

Angesichts des Hochwassers in vielen Teilen Niedersachsens hat der Hildesheimer katholische Bischof Heiner Wilmer das Engagement der Helferinnen und Helfer gewürdigt. „Ich bete für den Schutz aller Menschen in Niedersachsen und den weiteren Bundesländern, die vom Hochwasser betroffen sind, sowie für die unzähligen Helferinnen und Helfer, die seit Tagen gegen die Wassermassen im Einsatz sind“, sagte er. „Sie leisten Großartiges.“

Zugleich kritisierte der Bischof, dass an manchen Orten Schaulustige Einsatzkräfte behindert hätten, dass Sandsäcke entwendet oder Absperrungen ignoriert worden seien. „So etwas kann unnötig Menschen in Gefahr bringen“, mahnte er. „Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft und Solidarität sind angesichts des Hochwassers von enormer Bedeutung.“ Viele Menschen unterstützten sich aktuell gegenseitig nach Kräften und zeigten einen beeindruckenden gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Appell zum Verzicht auf Böller

Wilmer fügte an, er könne Landräte, Oberbürgermeister und Bürgermeister sehr gut verstehen, die dazu aufriefen, an Silvester auf Böller und Feuerwerk zu verzichten. Er hoffe sehr, dass sich dadurch die Anzahl an Rettungseinsätzen verringern lässt.