Der Predigttext des kommenden Sonntags lautet: „So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, auf dass, wie Christus auferweckt ist von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, so auch wir in einem neuen Leben wandeln.“ aus dem Römerbrief 6, 3-11
Wir feiern in einem Garten Taufe. Die Tauffamilie hat alles vorbereitet. Ich sehe an diesem Morgen gleich, wie viel Liebe und Gedanken allein durch dieses Tun der Hände in dieses Fest geflossen sind.
Wir feiern mit einer bunten Gemeinde Taufgottesdienst im Garten, es ist ein richtig heißer Sommertag. Nach der Taufe bietet mir zum Glück jemand einen kühlen Drink an. Etwas erschöpft blicke ich in viele lachende Gesichter, als noch ein besonderer Moment auf mich wartet: Mich spricht jemand an, es ist eine junge Frau. Wir setzen uns auf eine Liege im Garten, und sie erzählt mir, dass sie sich schon seit einigen Jahren taufen lassen möchte, aber nie die Gelegenheit gefunden hat. An diesem Samstag hat sie sich ein Herz gefasst. Auf dem Rückweg gehen mir Gedanken durch den Kopf: „Warum gelingt es uns als Kirche oft nicht eine Offenheit für die, die noch nicht dazugehören, auszustrahlen? Was können wir tun, damit Menschen sich mit ihren Fragen, Zweifeln und Hoffnungen leichter über unsere Schwellen trauen?“

