Nach den Attacken Israels und der USA auf den Iran droht ein neuer Flächenbrand in Nahost. Mittendrin: Christen im Libanon, die zwischen die Fronten geraten.
Christliche Familien sind nach Angaben des Hilfswerks missio Aachen besonders durch den neu entfachten Krieg im Nahen Osten betroffen. "Jede weitere Eskalation versetzt viele christliche Familien im Libanon, in Gaza, im Westjordanland, im Irak und in Syrien in Angst. Sie geraten schnell zwischen die Fronten und brauchen in den kommenden Monaten unsere Solidarität", sagte missio-Präsident Dirk Bingener am Montag.
Das kirchliche Hilfswerk beruft sich auf Schilderungen von Projektpartnern im Libanon. Dort drohe nach dem neuen Angriff Israels und der USA auf den Iran ein Bürgerkrieg - entfacht von der mit dem Iran in Verbindung stehenden schiitischen Hisbollah-Miliz. Deren Raketenangriffe auf Israel hätten umgehend Gegenangriffe zur Folge gehabt. Betroffen seien unter anderem schiitische Stadtteile im Süden Beiruts sowie etwa 15 Dörfer in der nördlichen Bekaa-Ebene. Dort Hilfe zu leisten, ist nach missio-Angaben derzeit höchst gefährlich.