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HH: Linksfraktion fordert Gesundheitszentren mit angestellten Ärzten

Die Bürgerschafts-Linksfraktion fordert die Einrichtung kommunaler Gesundheitszentren mit angestellten Ärztinnen und Ärzten in unterversorgten Hamburger Stadtteilen. Zum Hintergrund teilte die Fraktion am Dienstag mit, die Zahl der Hausärztinnen und -ärzte in Hamburg sei im Vergleich zu 2021 um 22 zurückgegangen, die Bevölkerungszahl im gleichen Zeitraum um etwa 40.000 angestiegen. Das habe eine Große Anfrage an den Senat ergeben. Zudem verteilten sich Arztpraxen sehr unterschiedlich über die Stadt, so seien wohlhabende Stadtteile eher überversorgt und ärmere Stadtteile eher schlecht versorgt. Das gelte insbesondere bei der kinder- und frauenärztlichen Versorgung sowie bei Psychotherapeutinnen und -therapeuten.

In Hamburg seien zunehmend mehr Patienten mit langen Wartezeiten und Aufnahmestopps konfrontiert, informierte die Linksfraktion. Durch die vom Senat geförderten Gesundheitszentren habe sich zwar das Beratungsangebot verbessert, es seien aber in der Regel keine zusätzlichen Kassensitze in den jeweiligen Stadtteil gezogen. Deniz Celik, gesundheitspolitischer Sprecher Linksfraktion, sagte: „Dass Hamburg immer noch als ärztlich überversorgt gilt, ist nicht mehr nachvollziehbar.“