Heute: unser Eichhörnchen

Angemerkt

Jeden Morgen bietet sich ein Schauspiel vor unserem Fenster. In den Bäumen vor unserer Wohnung leben zwei Eichhörnchen. Ihnen zuzuschauen ist eine wahre Freude. Sie hüpfen munter von Ast zu Ast. Manchmal holen sie sich von den Nüssen, die auf dem Boden liegen. Wenn sie dann auf dem schmalen Zaun sitzen und an der Nuss knabbern – das sieht geradezu allerliebst aus. Diese Tiere faszinieren mich.

Vor allem bin ich begeistert, wie gut und zielsicher sie sich bewegen können. Selbst kopfüber einen glatten Baumstamm hinunter ist kein Problem für sie. Und springen können diese kleinen Tierchen! Mit einem Satz können sie leicht Entfernungen von vier bis fünf Metern überbrücken, habe ich nachgelesen. Dabei landen sie zielsicher auf dem nächsten Ast.

Da muss ich an eine Postkarte denken, die ich kürzlich bekommen habe. Darauf sieht man ein Eichhörnchen im Sprung – mit Nuss zwischen den Zähnchen –, wie es gleich auf dem nächsten Baum landet. Dabei ein Satz, der Vincent van Gogh zugeschrieben wird: „Was wäre das Leben, hätten wir nicht den Mut, etwas zu riskieren.“

Ständig riskiert das Eichhörnchen, bei einem Sprung sein Ziel zu verfehlen. Oder die Beute zu verlieren. Ich mag diese Postkarte, sie hängt an meiner Tür zum Büro. Sie erinnert mich daran, dass ich auch immer wieder mal etwas riskieren will.
Die Eichhörnchen, die durch die Bäume toben, könnten durchaus ins Leere fallen. Im Gegensatz zu ihnen haben wir Christinnen und Christen immer die Gewissheit, dass wir in Gottes Hand landen – gerade wenn wir etwas riskieren. Daran muss ich nun immer denken, wenn ich „unsere“ Eichhörnchen sehe.

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