Eine Sonderausstellung über den Maler Rembrandt Harmensz van Rijn gehört zu den Höhepunkten der Vorhaben von Hessen Kassel Heritage (HKH) in diesem Jahr. In Kooperation mit dem Herzoglichen Museum in Gotha widme man sich vom 8. Mai bis 9. August in der Gemäldegalerie Alte Meister im Schloss Wilhelmshöhe unter dem Motto „Rembrandt 1632. Entstehung einer Marke“ einem der produktivsten Jahre des Künstlers, sagte Justus Lange, ständiger Vertreter der Museumsdirektion HKH, am Mittwoch in Kassel. Rembrandt war 1632 von seiner Heimatstadt Leiden nach Amsterdam gewechselt. Dieser Ortswechsel markiere den Beginn seines überregionalen Erfolgs, sagte Lange.
Eine weitere, bedeutende Sonderausstellung findet Lange zufolge vom 6. März bis 24. Januar 2027 in der Neuen Galerie statt. Dort würden unter dem Thema „Resonanzräume. documenta Kunst und weitere Neuerwerbungen“ bedeutende Neuerwerbungen der HKH der vergangenen Jahre gezeigt, die sonst so nicht zu sehen seien. Im Zentrum stünden großformatige Installationen, Filme und andere Objekte.
Eine weitere, wichtige Sonderausstellung im Schloss Wilhelmshöhe vom 8. Oktober bis 17. Januar 2027 werde sich mit Albrecht Dürer befassen. Hier gehe man der Frage nach, wie die 500 Jahre andauernde Wertschätzung des Künstlers entstanden sei. Gezeigt würden unter dem Titel „Dürer für hessische Fürsten“ vor allem Grafiken aus den Sammlungen der Fürstenhäuser Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt.
Mit den Besucherzahlen für 2025 zeigte sich Lange zufrieden. Insgesamt rund 270.000 Besucher seien in den Museen und Schlössern gezählt worden. Das sei in etwa die gleiche Zahl wie im Jahr zuvor. In das Weltkulturerbe Bergpark Wilhelmshöhe, in dem auch im kommenden Jahre weitere Restaurierungsarbeiten stattfinden würden, seien schätzungsweise 900.000 Besucher gekommen.