Eine starke Polizeipräsenz und Personen- und Taschenkontrollen sollen die bayerischen Weihnachtsmärkte sicher machen. Die Sicherheitskonzepte seien umfassend überprüft und die Schutzmaßnahmen bei Bedarf angepasst worden, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Montag auf der Erlanger Waldweihnacht kurz vor deren Eröffnung. Er betonte: „Wir haben derzeit keine Hinweise auf eine konkrete Gefährdung von Weihnachtsmärkten in Bayern.“
Die Verantwortung für die Sicherheit der Märkte liege grundsätzlich bei den Veranstaltern. Sie würden dabei von den Sicherheitsbehörden unterstützt. „Auch in diesem Jahr zeigen unsere Polizistinnen und Polizisten Präsenz auf den Weihnachtsmärkten“, sagte der Innenminister. Sie führten außerdem selektive Personen- und Taschenkontrollen durch und überprüften dabei auch das seit Oktober 2024 geltende Messerverbot. Welche weiteren Maßnahmen es gibt, etwa Zäune oder Einfahrsperren, werde passgenau mit dem jeweiligen Weihnachtsmarkt abgestimmt.
Nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg im Dezember 2024 gab es Berichte, dass in diesem Jahr vermehrt Weihnachtsmärkte wegen teurer und aufwändiger Sicherheitsauflagen auf der Kippe stünden. Absagen aus diesem Grund seien ihm in Bayern aber nicht bekannt, sagte Herrmann. Er betonte, dass Maßnahmen nur dann angeordnet werden sollen, wenn sie wirklich notwendig sind. „Gerade kleine Märkte sollen nicht durch zu hohe Anforderungen an die Sicherheit überfordert werden.“
Maßvolle Sicherheitsmaßnahmen erhöhten das Sicherheitsgefühl der Besucherinnen und Besucher, so der Minister. „Die zahlreichen bayerischen Christkindl- und Weihnachtsmärkte sollen mit ihrer friedlichen und fröhlichen Atmosphäre auf Weihnachten einstimmen – und das möchten wir alle unbeschwert erleben.“ (3699/24.11.2025)