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Haushalt: Kulturszene und Gedenkstätten erhalten mehr Geld

Künftig fließt mehr Geld an Kultureinrichtungen, den Denkmalschutz und Gedenkstätten. Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat größere Förderungen beschlossen. Die SPD sieht darin das “Fundament unserer Demokratie”.

Kultureinrichtungen sowie Projekte zum Denkmalschutz und der Erinnerungskultur können sich über mehr geplante Förderung freuen. Das teilten Mitglieder des Haushaltsausschusses des Bundestags am Freitag nach der Bereinigungssitzung mit. Demnach gehen etwa zusätzliche 120 Millionen Euro an das Programm “KulturInvest”. Für die Unterstützung baureifer und investiver Kulturprojekte sollen im Jahr 2026 damit bis zu 250 Millionen Euro fließen. Die Neuauflage des Denkmalschutz-Sonderprogramms wird indes mit 50 Millionen ausgestattet.

Ein besonderer Schwerpunkt soll dabei auf der Erinnerungskultur liegen. Die Euthanasie-Gedenkstätte Lüneburg wird demnach mit bis zu 170.000 Euro gefördert. Für Projekte zur Erinnerung an die Opfer von NS-“Euthanasie” und Zwangssterilisation stehen nach den Beschlüssen bis zu 300.000 Euro bereit, das Centrum Judaicum erhält bis zu 150.000 Euro.

Darüber hinaus bekommt das Bundesarchiv zusätzliche Mittel für die Fach-IT “Digitaler Lesesaal” (750.000 Euro) und für KI-gestützte Rechercheprozesse (500.000 Euro).