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Hasskriminalität in Bus und U-Bahn: Polizei Hamburg sucht Zeugen

Nach zwei Fällen von mutmaßlicher Hasskriminalität im öffentlichen Nahverkehr ermittelt der Staatsschutz des Landeskriminalamts Hamburg. Ein 27-Jähriger soll in der Nacht zu Dienstag im Bus der Linie 607 von St. Pauli nach Barmbek-Nord homophob und ein unbekannter Mann am Dienstagmittag in einer U-Bahn der Linie U1 Richtung Großhansdorf zwischen Fuhlsbüttel und Ohlsdorf rassistisch beleidigt worden sein, wie die Polizei Hamburg am Donnerstag mitteilte. Beide Opfer sollen zudem bedroht worden sein. Die Polizei sucht Zeugen.

Der 27-Jährige soll von einem 24 bis 29 Jahre alten, 1,60 bis 1,75 Meter großen Mann mit osteuropäischem Erscheinungsbild beleidigt und bedroht worden sein. Der Tatverdächtige habe eine dunkle Kapuze und ein Basecap getragen. Als der Geschädigte an der Haltestelle Flachsland ausstieg, seien der Tatverdächtige und dessen Begleiter ihm gefolgt. Dabei sei der 27-Jährige vom Tatverdächtigen erneut bedroht worden.

Der unbekannte U-Bahn-Geschädigte sei zunächst nur beleidigt worden. Am U-Bahnhof Ohlsdorf seien er und der Tatverdächtige ausgestiegen. Der Geschädigte sei dann von seinem Kontrahenten verfolgt und mit einem Messer bedroht worden. Passanten hätten die beiden Männer getrennt.

Der Tatverdächtige soll 35 bis 45 Jahre alt und 1,95 bis 2 Meter groß sein. Der Mann, der über eine kräftige Statur verfüge, kurze, dunkle Haare und einen Bart trage, sei mit einem grünen, knielangen Parka, einer schwarzen Wollmütze und schwarzen Schuhen bekleidet gewesen. Er sei an der Station Norderstedt-Mitte in die U-Bahn eingestiegen. Das männliche Opfer sei 30 bis 35 Jahre alt, 1,75 bis 1,80 Meter groß, habe schwarze Hautfarbe und eine athletische Statur. Der Mann habe eine grüne Warnweste, grüne Hose, schwarze Wintermütze und eine Sonnenbrille getragen.

Zeugen – auch der Geschädigte – werden gebeten, sich unter 040/4286-56789 beim Hinweistelefon der Polizei Hamburg oder bei einer beliebigen Polizeidienststelle zu melden.