Artikel teilen:

Haseloff begrüßt neue Vorsitzende des Verbands Jüdischer Gemeinden

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat die neue Vorsitzende des Landesverbands Jüdischer Gemeinden, Inessa Myslitska, und die neue Geschäftsführerin Rimma Fil getroffen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen Fragen zur weiteren Entwicklung der jüdischen Gemeinden im Land, teilte die Staatskanzlei am Mittwoch in Magdeburg mit.

An dem Gespräch nahm den Angaben zufolge auch der bisherige Vorsitzende Max Privorozki teil. Er ist zugleich Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Halle, auf die ein Rechtsterrorist am 9. Oktober 2019 einen Anschlag verübt hatte. Zwei unbeteiligte Passanten waren dabei ums Leben gekommen.

Myslitska ist auch Vorstandsvorsitzende der Synagogen-Gemeinde zu Magdeburg. Im Dezember 2023 konnte in der Landeshauptstadt eine neue Synagoge eröffnet werden, nachdem das frühere Gotteshaus von den Nationalsozialisten zerstört worden war.

Der Landesverband hat laut Staatskanzlei mit den Vorbereitungen für landesweite jüdische Kulturtage 2025/26 begonnen. Sie verfolgen demnach vor allem das Ziel, bestehende regionale Initiativen miteinander zu verbinden. Im Land solle ein breites Netzwerk entstehen oder neu gestärkt werden. Im Jahr 2026 werde dann eine umfangreiche Veranstaltungsphase folgen. Haseloff überreichte den Angaben zufolge einen Förderbescheid des Landes für das Jahr 2025 in Höhe von 50.000 Euro zugunsten der Kulturtage.