Handicap International warnt vor betrügerischen Sammlern

Adventszeit ist auch Spendenzeit: In den Wochen vor Weihnachten sind vermehrt Personen unterwegs, die unter Hinweis auf das Leid anderer Geld für vermeintlich gute Zwecke erbitten.

Die Hilfsorganisation Handicap International warnt vor falschen Spendensammlern. Vermehrt seien Personen unterwegs, die behaupteten, Spenden für Projekte von Handicap International zur Unterstützung von behinderten Menschen zu sammeln, teilte die Organisation am Mittwoch in München mit. Die Betreffenden seien meist vor Supermärkten aktiv und gäben sich als gehörlos aus und nutzten unterschiedliche Logos, darunter auch das von Handicap International.

Die Organisation distanzierte sich von solchen Aktionen. Handicap International führe keine Haus- und Straßensammlungen durch, erklärte eine Sprecherin. "Handicap International ist Mitglied des Deutschen Spendenrats, sammelt Spendengelder nur im Rahmen allgemein anerkannter Methoden zur Spendenwerbung und hält sich an die ethischen Grundsätze im Spendenwesen", so Huberta von Roedern, Pressesprecherin der Organisation.

Man wolle mit Warnplakaten bei Supermärkten oder Parkplätzen auf die Betrugsmasche hinweisen, hieß es. Die Sprecherin bat Betroffene, sich an die Polizei zu wenden.

Handicap International finanziert nach eigenen Angaben rund 400 Projekte in 60 Ländern. Dabei geht es um die Versorgung mit Physiotherapie und Hilfsmitteln für körperlich Beeinträchtigte, aber auch um die Ausbildung von Physiotherapeuten und Orthopädietechnikern. Ein weiterer Tätigkeitsbereich ist das Engagement gegen Minen und Streubomben. Die Organisation ist Co-Preisträgerin des Friedensnobelpreises von 1997.

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