Artikel teilen:

Hamburger Spendenparlament: 700.000 Euro für 34 soziale Projekte

Das Hamburger Spendenparlament hat in seiner jüngsten Sitzung knapp 700.000 Euro für insgesamt 34 soziale Projekte bewilligt. Ein Schwerpunkt liege auf der Integration arbeitsuchender junger Menschen und Geflüchteter in Arbeit, teilte das Spendenparlament am Freitag mit. Die Zahl der Anträge und das Fördervolumen seien so hoch wie in keiner Sitzung zuvor gewesen.

Mit 87.150 Euro erhalte die Stiftung „To Huus“ die höchste Fördersumme. Mit ihrem neuen Projekt „Startbahn“ wolle sie zusammen mit Unternehmen, Bildungsträgern und der Agentur für Arbeit Geflüchtete in Praktika, Job- und Ausbildungsangebote vermitteln.

Über 50.000 Euro bekomme die „Joblinge gAG Hanse“, die Jugendliche in Ausbildung vermittelt. Mit ihrem Projekt „PLAN A“ sollen jetzt über Streetworker und Online-Plattformen junge Menschen angesgesprochen werden, die sonst niemand erreicht.

20.000 Euro gebe es für „Amira – Berufseinstieg und psychosoziale Beratung“. Das Projekt richte sich an Frauen, die vor dem Ein- oder Wiedereinstieg ins Berufsleben zunächst Stabilisierung und Stärkung ihrer Persönlichkeit benötigen.

Mit ebenfalls 20.000 Euro beteilige sich das Spendenparlament an einem Weihnachtsfest in der Fischauktionshalle: Am Dienstag lade der „Friends Cup“-Förderverein 450 Obdachlose und rund 20 von Altersarmut betroffene Senioren dorthin ein. Die Gäste dürften sich auf ein Drei-Gänge-Menü und eine große Tasche mit warmer Kleidung, Decken und Nahrungsmitteln freuen, hieß es.

Das Hamburger Spendenparlament hat seit 1996 fast 1.750 Projekte in Hamburg nach dem Grundsatz „gegen Armut und Isolation – für soziale Teilhabe und Integration“ mit 20 Millionen Euro unterstützt. Dreimal jährlich entscheiden rund 2.500 Mitglieder auf öffentlichen Sitzungen über die Förderung gemeinnütziger Projekte. Das Spendenparlament ist unabhängig und weder politisch, weltanschaulich noch konfessionell gebunden.