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Hamburger Sozialverband will mehr Schutz für obdachlose Frauen

Zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November fordert der Sozialverband (SoVD) in Hamburg mehr Hilfsangebote für obdachlose Frauen. Etwa 20 Prozent der in Hamburg auf der Straße lebenden Menschen seien weiblich, teilte der SoVD am Donnerstag mit. „Die Gründe dafür sind vielfältig, sehr oft ist Partnergewalt der Auslöser dafür, dass Frauen ihr Dach über dem Kopf verlieren“, sagte SoVD Landesfrauensprecherin Susanne Langhagel.

Der Bedarf an Beratungs- und Anlaufstellen nehme zu. So seien die Plätze bei „24/7“, der zentralen Notaufnahmestelle der Hamburger Frauenhäuser, im vergangenen Jahr an 118 Tagen voll oder überbelegt gewesen. „Dies bedeutet auch, dass Frauen wegen der Überlastung abgelehnt werden mussten“, sagte Langhagel.

Deshalb fordere der SoVD mehr Perspektiven für obdachlose Frauen. Vor allem Frauenhäuser und und die Angebote der Obdachlosenhilfe „Housing First“ sollten ausgebaut werden. „Die bieten Strukturen und vor allem einen sicheren Raum, in dem die Frauen zur Ruhe kommen können, statt immer nur darüber in Sorge zu sein, wo sie die nächste Nacht sicher überstehen“, erklärte SoVD Landeschef Klaus Wicher.