Ab dem Sonnabend gibt es in Hamburg eine neue Datenbank der Landeszentrale für politische Bildung (LZ) zu Straßennamen. Die Datenbank umfasst die Straßen, die ihren Namen bekannten Persönlichkeiten verdanken, teilte die Schulbehörde am Freitag mit. Die Datenbank ist das Ergebnis jahrzehntelanger Forschungen der ehemaligen stellvertretenden Leiterin der LZ, Rita Bake. Die neue Website ist ab dem 8. März unter: https://hamburg-strassennamen.de erreichbar.
Straßennamen bieten Orientierung, nicht nur geografisch, sondern auch kultur- und gesellschaftspolitisch, hieß es. In Hamburg seien rund 38 Prozent aller amtlich benannten Verkehrsflächen nach Persönlichkeiten benannt. Etwa 2.870 davon tragen die Namen von Männern, rund 490 Verkehrsflächen sind nach Frauen benannt. 140 Straßen würden die Bezeichnungen von Menschengruppen, wie Germanenweg oder Siedlersruh tragen.
Einige Straßennamen seien noch immer strittig. Forschungen der LZ und anderer Initiativen haben in den vergangenen Jahren immer wieder dazu beigetragen, Benennungen nach Mitwirkenden im Nationalsozialismus nachzuweisen und kritisch herauszustellen. Einige dieser Verkehrsflächen wurden bereits umbenannt.