Am 14. Oktober wird der Grundstein für den Bau eines neuen Hochsicherheitslabors an der Universität Marburg gelegt. Der Forschungsbau entsteht auf dem Campus Lahnberge in direkter Nachbarschaft zum bereits bestehenden Labor mit der höchsten Sicherheitsstufe S4. Das neue „Marburg Centre for Epidemic Preparedness“ (MCEP) solle die Forschung an gefährlichen Viren weiter vorantreiben, heißt es in einer Mitteilung der Marburger Universität. Die Fertigstellung sei bis Ende 2026 geplant.
Die Gesamtkosten für den Forschungsbau betragen etwa 46 Millionen Euro. Hinzu kommen 4,6 Millionen Euro für Erstausstattung und Großgeräte.
An der Marburger Universität gibt es eines von bundesweit vier S4-Hochsicherheitslaboren. Das neue Hochsicherheitslabor sei jedoch erheblich größer und durch sein flexibles Raumnutzungskonzept geeignet, auch hochkomplexe Forschungsvorhaben zu ermöglichen, erklärte das für die Genehmigung zuständige Regierungspräsidium Gießen im März. In dem Labor erfolgten künftig gentechnische Arbeiten an hochpathogenen Krankheitserregern wie zum Beispiel Ebola-Viren.