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Grundschule der Hephata-Diakonie startet 2026

Die Hephata-Diakonie eröffnet in Schwalmstadt-Treysa (Schwalm-Eder-Kreis) eine Grundschule. Sie beginnt den Unterricht zum Schuljahr 2026/2027 mit 40 Schülern und vier Lehrern sowie pädagogischen Fachkräften, wie das diakonische Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Der Schule liege ein eigenes Konzept zugrunde: Innerhalb der Unterrichtszeit sind Lernzeiten geplant, sodass die Kinder zu Hause keine Aufgaben mehr erledigen müssen. Der Schulstart im flexiblen Schulanfang mit jahrgangsgemischten Gruppen ist im Sommer und zum Schulhalbjahr möglich. Die Kinder dürfen einem eigenen Lerntempo folgen. Zusätzlich sind Nachmittagsangebote geplant.

Die Lebenswelt soll beim Lernen einbezogen werden: Mengenangaben könne man beim Kochen in der Küche unterrichten, Beschreibungen und Berechnungen auch in der Natur vermitteln, erläuterte die Förderschul-Lehrerin Nadine Falkenberg, die mit einem Team das Konzept der Grundschule entwickelt hat. Es gehe auch um Wertevermittlung, Verantwortungsübernahme, ein freundliches und friedvolles Miteinander.

Die Grundschule beziehe ein Schulgebäude, das bislang von der Berufsschule Hephata genutzt wurde, sagte eine Hephata-Sprecherin dem Evangelischen Pressedienst (epd). Das Gebäude werde renoviert und auf den Bedarf jüngerer Schüler angepasst. Die Grundschule Hephata befindet sich in einem Flachbau gegenüber dem Hephata-Stammgelände und in Nachbarschaft der Hephata-Kita. Zum Gelände gehören ein Garten und ein Wiesenstück, das an die Hephata-Kita angrenzt.

Die Grundschule ist laut Mitteilung organisatorisch an die Hephata-Förderschule angebunden, selbst aber eine Regelschule. Sie sei die erste Grundschule der Hephata-Diakonie, berichtete die Sprecherin. Für die Privatschule muss ein Schulgeld gezahlt werden, das monatlich 130 Euro einschließlich des Mittagessens beträgt.

Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck, auf deren Gebiet Schwalmstadt-Treysa liegt, betreibt nach Auskunft einer Sprecherin ebenfalls zwei Grundschulen, die Katharina-von-Bora-Schule in Bruchköbel-Oberissigheim (Main-Kinzig-Kreis) und die Martin-Luther-Schule in der thüringischen Exklave Schmalkalden.