Erstmals seit Januar will Israel Palästinensern aus Gaza die Ausreise nach Ägypten ermöglichen. Ägypten und die EU sollen mitwirken. Doch offenbar gibt es noch Klärungsbedarf.
Israel kündigt für die nächsten Tage eine Wiedereröffnung des Grenzübergangs Rafah an, damit Palästinenser Gaza verlassen können. Das meldet die Zeitung “Haaretz” am Mittwoch. Dies sollte bereits im Rahmen des Waffenstillstandsabkommens zwischen Israel und der Terrororganisation Hamas geschehen, blieb jedoch aus, weil Israel behauptete, es gebe Verzögerungen bei der Rückführung toter Geiseln. Der Grenzübergang solle künftig von der Palästinensischen Autonomiebehörde und mit europäischer Unterstützung betrieben werden, so die Zeitung.
Die Öffnung wäre die erste seit Januar. Sie gilt laut Israels Regierung aber nur, um Bewohnern des Gazastreifens die Ausreise nach Ägypten zu ermöglichen. Eine Einreise nach Gaza könnte später erlaubt werden, wenn die Leichen der beiden verbliebenen Geiseln zurückgebracht seien. Die Wiedereröffnung erfolge in Abstimmung mit Ägypten und unter Aufsicht einer EU-Delegation. Ägyptens Staatsinformationsdienst dementierte indes den Angaben zufolge, dass man sich mit Israel abstimme, um Rafah demnächst wieder zu öffnen.