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Grenzlandmuseum Eichsfeld feiert 30-jähriges Bestehen

Das Grenzlandmuseum Eichsfeld am ehemaligen deutsch-deutschen Grenzübergang Duderstadt/Worbis feiert in der kommenden Woche sein 30-jähriges Bestehen. Seit seiner Eröffnung am 11. November 1995 am authentischen Ort habe sich das Museum zu einem zentralen Erinnerungs- und Lernort entwickelt, sagte Geschäftsführerin Mira Keune am Sonntag. Im Fokus stünden die Aufarbeitung der SED-Diktatur und das Grenzregime der DDR, die Erinnerung an die deutsche Teilung und Wiedervereinigung im Eichsfeld sowie die Umweltbildung am „Grünen Band“ entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze.

In dem Museum informiert eine Dauerausstellung auf mehr als tausend Quadratmetern über die Geschichte der deutschen Teilung. Zudem gibt es häufig Sonderausstellungen und Informationsveranstaltungen. Das Angebot wird durch noch erhaltene Grenzsicherungsanlagen aus DDR-Zeiten ergänzt.

Keune zufolge haben mehr als 950.000 Menschen seit der Eröffnung die Dauerausstellung besucht. Mehr als 720.000 Menschen seien den sogenannten Grenzlandweg mit den Außenanlagen entlang gewandert. Damit hätten in 30 Jahren mehr als 1,6 Millionen Menschen die vielfältigen Angebote des Museums genutzt.

Zum Jubiläum am Dienstag ist der Besuch der Ausstellungen kostenfrei, wie das Museum mitteilte. Um 10.30 Uhr, 13 Uhr und 15.30 Uhr werden öffentliche Führungen angeboten. Im Museumskino laufen den ganzen Tag Filme zur Teilung und Wiedervereinigung. Eine Festveranstaltung mit geladenen Gästen ist für Donnerstag angekündigt.