Die gesetzlichen Krankenkassen in Niedersachsen verzeichnen für die insgesamt rund 7,2 Millionen dort Versicherten im Land laut Statistik steigende Ausgaben. Diese beliefen sich 2023 auf mehr als 26,3 Milliarden Euro, wie das Landesamt für Statistik am Dienstag in Hannover mitteilte. Gegenüber dem Vorjahr sei das eine Steigerung um knapp 1,3 Milliarden Euro. Je versicherter Person umfassten die Ausgaben im Schnitt rund 3.700 Euro.
Knapp ein Drittel (31,3 Prozent) der Ausgaben wurden den Statistikern zufolge für ärztliche Leistungen aufgewendet, die sowohl ambulant als auch stationär erbracht wurden. Weitere rund 30 Prozent (acht Milliarden Euro) entfielen auf Waren, darunter insbesondere Arzneimittel, für die die Kassen rund 5,2 Milliarden Euro ausgaben.
Für pflegerische oder therapeutische Leistungen gaben die gesetzlichen Krankenkassen für ihre Versicherten 5,8 Milliarden Euro aus. Für Verwaltungsleistungen wurden knapp 1,3 Milliarden Euro und damit etwa fünf Prozent des Budgets aufgewendet. Für Unterkunft und Verpflegung waren es 1,2 Milliarden Euro.
Geringer fiel der Anteil aus, den die Kassen für Prävention und Gesundheitsschutz wie etwa Früherkennungsuntersuchungen zahlten. Er betrug rund 829 Millionen Euro (3,1 Prozent). Für jede einzelne versicherte Person stiegen die Ausgaben den Angaben zufolge um gut 4,2 Prozent – ganz ähnlich wie im Bundesschnitt, der leicht darüber lag.