Unter dem Motto „Alles bleibt anders. Transformationserfahrungen seit 1989/90“ findet die 18. Geschichtsmesse der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in Suhl statt. Die dreitägige Veranstaltung widme sich den gesellschaftlichen und politischen Folgen der deutschen Einheit und den anhaltenden Herausforderungen für Demokratie und Erinnerungskultur, teilte die Bundesstiftung in Berlin mit.
Stiftungsdirektorin Anna Kaminsky betonte, Transformation sei kein abgeschlossener Prozess. Die Erfahrungen seit 1989/90 prägten das gesellschaftliche Zusammenleben bis heute und stellten die demokratische Kultur immer wieder vor neue Herausforderungen. Die Messe biete Raum, diese Entwicklungen differenziert zu diskutieren.
Messe fördert Austausch zu Erinnerungskultur
Laut der Stiftung präsentieren rund 300 Vertreter von Gedenkstätten, Wissenschaftler und Bildungspraktiker aus ganz Deutschland eigene Projekte und nehmen an Vorträgen und Diskussionen teil. Im Fokus stehen Fragen, wie Transformationsprozesse die Gesellschaft und individuelle Biografien beeinflussen, welche Rolle Medienbilder und Erinnerungskultur spielen und wie sich Entwicklungen in städtischen und ländlichen Räumen unterscheiden.
Teil des Programms ist eine Exkursion zu ausgewählten Orten der Transformation in Suhl. Den Eröffnungsvortrag hält Basil Kerski, Präsident des Hauses der Geschichte Nordrhein-Westfalen. Der deutsch-polnische Politikwissenschaftler diskutiert am Freitag zudem mit Thüringens Ministerpräsidenten Mario Voigt (CDU) die „Transformation als Chance für die Demokratie“.
