Deutsche Pop Art ist seit Sonntag Thema einer Ausstellung in der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen. Das Museum zeigt bis zum 3. Mai unter anderem Arbeiten der 1960 und 70er Jahre aus der Sammlung Heinz Beck. Unter der Überschrift „German Pop Art - Zwischen Provokation und Mainstream“ werden die Werke der Sammlung um rund 50 Exponate aus der museumseigenen Sammlung ergänzt. Darunter sind etwa Werke von Mary Bauermeister, Konrad Klapheck, Maina-Miriam Munsky, Sigmar Polke und Wolf Vostell.
Die vor allem im englischsprachigen Raum ausgeprägte Pop Art habe auch in Deutschland starke künstlerische Positionen gefunden, erklärte das Museum zu der Schau. Auch hierzulande seien Alltags- und Konsummotive Gegenstand von Druckgrafiken und sogenannten Multiples gewesen. Geprägt waren sie jedoch hauptsächlich durch eine provokative Haltung sowie durch Kritik am politischen Zeitgeist, Anti-Kriegs-Haltungen und Vergangenheitsbewältigung.
Themen wie das deutsche Wirtschaftswunder, die kritische Auseinandersetzung mit dem American Way of Life, dem Vietnamkrieg oder der kollektiven Verdrängung der jüngsten deutschen Geschichte sowie anti-museale Haltungen seien in mehr als 180 Grafiken, Objekten, Skulpturen und Multiples neu zu entdecken, hieß es. Begleitend dazu lasse ein Soundwalk mit der Musik jener Jahre das Zeitgefühl lebendig werden.